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Weiterbildung für Brandenburger Waldbauern: Von Aufforstung bis Verbissmonitoring

Wusterhausen/Dosse, den 05.02.2019

Die Preise für Fichtenstammholz sind seit Monaten im Keller. Grund dafür: Ein Überangebot durch die große Menge Schadholz nach der Sommerdürre des Vorjahrs und dem darauffolgenden Schädlingsbefall. Diese Entwicklung, von der das Land Brandenburg besonders stark betroffen ist, wird nur ein Thema der neu aufgelegten Workshops für die märkischen Waldbauern – die Waldbesitzer mit kleineren Flächen – sein.

 

Die Fortbildungsveranstaltungen von Förstern für Waldbesitzer finden in diesem Frühjahr zwischen dem 15. Februar und dem 13. April an über 20 Orten im ganzen Land Brandenburg statt. Es werden erneut zwei spezielle Frühjahrslehrgänge für Neueinsteiger in Finsterwalde und Beelitz angeboten.

 

Neben dem aktuellen Waldzustand und den Dürreschäden stehen der Holzmarkt und die Forstförderung ebenso auf dem Stundenzettel der zweitägigen Seminare der Waldbauernschule, wie die Verjüngung oder Aufforstung geschädigter Bestände oder Neuerungen beziehungsweise Verbesserungen der forstlichen Förderung insbesondere für die Forstbetriebsgemeinschaften (FBG), in denen sich viele kleinere Waldeigentümer des Bundeslandes zusammengeschlossen haben.

Weiter stehen auf der Tagesordnung der diesjährigen Frühjahrsschulung: Ergebnisse des landesweiten Verbissmonitoring, der Waldbauernkalender mit allen Arbeitsschwerpunkten im Jahresverlauf. Abgeschlossen wird das intensive Waldbauern-Schulwochenende traditionell mit einer Exkursion in ein nahegelegenes Waldgebiet, wo das theoretische Wissen gleich in der Praxis vertieft werden kann.

 

Die Waldbauernschule und ihre Initiatoren vom Waldbauernverband, haben sich die Aus- und Weiterbildung der Waldbesitzer im Land Brandenburg bereits seit 2008 zur Aufgabe gemacht. „Wir möchten insbesondere den kleineren Waldeigentümer helfen, die ihre Flächen in der Freizeit oder im Nebenerwerb bewirtschaften und gleichermaßen forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse unterstützen. Auf diese Weise kann das Kleineigentum in den brandenburgischen Forsten nachhaltiger bestehen“, sagt der Vorsitzende des Brandenburger Waldbauernverbandes Enno Rosenthal mit Blick auf die bereits jahrzehntelangen Bemühungen in der forstwirtschaftlichen Fortbildung durch den gemeinnützigen Verein der märkischen Waldeigentümer und FBGen.

 

Die Waldbauernschule organisierte seit 2008 weit über 350 Schulungen für Waldbesitzer, die jeweils im Frühjahr und im Herbst dezentral im gesamten Land Brandenburg angeboten werden. Zu den thematischen Schwerpunkten zählen neben forstlichen Themen, Naturschutz, Betriebswirtschaft und ebenso juristische und steuerrechtliche Fragen der Waldbewirtschaftung. Theorie und Praxis werden durch erfahrene Dozenten aufbereitet. Das Fortbildungsangebot reicht vom klassischen Waldbauseminar über Neuigkeiten zu unterschiedlichen in Brandenburg anzutreffenden Baumarten bis zur erfolgreichen Holzvermarktung oder unterschiedlichsten waldpädagogischen Aspekten in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.